19.06.2026 0 Kommentare
Elf Freunde
Elf Freunde
# Zum Weiterdenken

Elf Freunde
Von Dekan Jan Friedrich Eisenberg

Elf Freunde sollt ihr sein! Ja, es sind elf Freunde und sogar noch viel mehr, die wir in diesen Tagen bei der WM beobachten. Das Team der Nationalmannschaft begeistert uns, und ganz Deutschland ist wieder im kollektiven Fußballfieber.
Dass die Jungs dabei eine Mannschaft bilden, ist gar nicht selbstverständlich, denn abseits der WM spielt jeder Fußballprofi in seinem eigenen Verein. Doch die Spieler wissen: Allein können sie nichts bewirken und werden bei der WM die Vorrunde kaum überstehen. Das beste Ergebnis erzielt man, wenn jeder seine Stärken einsetzt und um die Schwächen des anderen weiß und sie versucht zu kompensieren. Dieser Teamgeist, gepaart mit einer hohen Motivation, führt zum Erfolg.
Einer, der das schon sehr früh erkannt hat, war in der Bibel der Apostel Paulus: „Einer trage des anderen Last“, sagte er. Dieser Bibelvers wird gerne bei kirchlichen Trauungen verwendet, um das Paar darauf hinzuweisen, dass es Schwierigkeiten im Leben gemeinsam meistern soll. „Einer trage des anderen Last“ gilt aber auch in vielen anderen Lebenssituationen. Egal ob das Nachbarschaftshilfe, Unterstützung zwischen Berufskollegen oder gegenseitige Hilfe zwischen den Generationen in einer Familie ist: Es gibt immer Situationen im Leben, in denen man die Hilfe des anderen braucht. Dann ist es gut und wichtig, wenn man sich auf Menschen verlassen kann, die einem zur Seite stehen.
Dabei ist es sinnvoll, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Nur dann darf man überhaupt hoffen, selbst Unterstützung zu bekommen und ins Finale einzuziehen. Unseren 11 Freunden auf dem Platz ist es jedenfalls zu wünschen.
Jan Friedrich Eisenberg ist Dekan des Evangelischen Kirchenkreises Hofgeismar-Wolfhagen.
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