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Weihnachtsbotschaft aus Estland: Pröpstin Melder mit Segenswünschen für 2026
Weihnachtsbotschaft aus Estland: Pröpstin Melder mit Segenswünschen für 2026
Weihnachtsbotschaft aus Estland: Pröpstin Melder mit Segenswünschen für 2026
# Neuigkeiten
Veröffentlicht von Sven Wollert am Samstag, 27. Dezember 2025 15:00

Weihnachtsbotschaft aus Estland: Pröpstin Melder mit Segenswünschen für 2026
Seit September 2025 sind die Propstei Järva der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (Eesti Evangeelne Luterlik Kirik) und der Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen partnerschaftlich verbunden. Nun hat Pröpstin Katrin-Helena Melder sich zum Weihnachtsfest mit einer Grußbotschaft an die Gemeinden im Kirchenkreis gewendet:
Die Weihnachtstage liegen hinter uns, und das Jahr 2025 neigt sich seinem Ende zu. Die mit dem Ersten Advent begonnene Vorbereitungszeit ist schnell vergangen. Jeder von uns ging den Weihnachtstagen mit eigenen Gedanken, Erwartungen und vertrauten Traditionen entgegen.
Die Weihnachtstage sind vor allem Familienfeste, an denen man sich auf den Weg in die Heimat macht und Gemeinschaft erlebt. Zugleich ist es eine stille und heilige Zeit der Einkehr. Weihnachten lädt uns ein, innezuhalten, unserer Seele Raum zu geben und loszulassen, was Herz und Gedanken beschwert. Es ist eine Zeit, Raum zu schaffen für Frieden, Versöhnung und Liebe – für das Licht des Christkindes in unserem Leben. Wahre Veränderung wächst nicht aus äußerem Überfluss, sondern aus innerer Klarheit. Durch Achtsamkeit, Vergebung und Liebe können wir unsere Beziehungen und unser Miteinander heller werden lassen.
Das Evangelium von der Geburt Jesu berührt uns jedes Jahr durch seine Schlichtheit und Lebensnähe. Es erzählt von der Reise in die Heimat, vom Lebensweg und den damit verbundenen Schwierigkeiten, von gegenseitiger Unterstützung und davon, dem Bedürftigen die Hand zu reichen; von Begegnungen mit Menschen, die ihre eigene Geschichte zu erzählen haben; von der Suche und dem Warten auf Lösungen für die Probleme und Herausforderungen des Lebens. Es spricht auch vom Alltag, von Müdigkeit und Einsamkeit, vom Sichbegnügen mit Wenigem und vom Umgang mit schweren Zeiten. So ist es eine zutiefst lebensnahe Geschichte – von uns selbst, von unseren Sehnsüchten und unserem Suchen, von unseren Mitmenschen und vom himmlischen Vater, der der Welt sein Geschenk übergibt: das Christkind. In ihm werden Gottes Gnade, selbstlose Liebe, Freude und Frieden sichtbar. In ihm erkennen wir unsere eigenen Wege, Sehnsüchte und Herausforderungen wieder.
Die Weihnachtsbotschaft spricht von dem, was bleibt: von Gottes Nähe in Freude und Leid. Seine Liebe und sein Friede tragen uns – heute und im neuen Jahr. Mit Freude und Dankbarkeit blicken auch wir auf die Begegnungen dieses Jahres zurück. Der Beginn unserer Partnerschaft hat uns spüren lassen, wie nah wir einander in Christus sind und wie viel Hoffnung in einem gemeinsamen Glaubensweg liegt. Die Worte über den Friedefürsten berühren uns tief, gerade in einer Zeit, in der Frieden so zerbrechlich geworden ist. Umso mehr vertrauen wir darauf, dass Gottes Shalom – seine umfassende Harmonie – in unseren Herzen wachsen kann und uns stärkt, Friedensboten im Alltag zu sein. Mit Glauben, Hoffnung und Liebe wollen wir unseren Weg weitergehen, mit offenem Herzen und hoffnungsvollem Blick.
Gesegnete Weihnachtsfeiertage und ein gesegnetes neues Jahr 2026 unter dem Segen des Herrn!
Katrin-Helena Melder, im Dezember 2025
Die Partnerschaft ist zunächst auf 5 Jahre vertraglich geschlossen und soll neben Begegnungen in den beiden Ländern z. B. auch durch musikalischen Austausch, Gebete und Videokonferenzen gestärkt und gelebt werden.
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