09.01.2026 0 Kommentare
Gedanken zum Sonntag
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# Zum Weiterdenken

Gedanken zum Sonntag
Von Pfarrer Andreas Kölling

Ohne Religion geht uns die Hoffnung verloren. Darauf hat jetzt Professor Detlef Pollack in einem Interview hingewiesen.
Er forscht an der Universität Münster über den Zusammenhang von Gesellschaft und Religion. Und Hoffnung hat viel mit Religion zu tun. Denn die Religion weist über den Menschen hinaus auf Gott. Christen sprechen ja explizit vom „lieben Gott“. Und das macht uns Hoffnung. Das da einer ist.
Pollack: „Wenn diese Dimension verloren geht, fehlt dem Leben etwas Entscheidendes.“ Aber braucht es dazu die Institution Kirche? Kann man nicht für sich allein gläubig sein?
Der Professor hat festgestellt: „Es gibt einen statistisch nachweisbaren Zusammenhang zwischen Kirchlichkeit und Religiösität.“ Glaube und Hoffnung brauchen in der Regel Impulse von außen und einen Rückhalt, z.B. die Gemeinschaft mit anderen, die Gottesdienste, die Musik in der Kirche, die Seelsorge. Und wie ist es bei Pollack selbst? Bedauert er den Bedeutungsverlust der Kirche? „Ich bedaure ihn sehr.“ Und was tut er dagegen, für sich persönlich? Auf die Frage, ob er selbst in die Kirche geht, meinte Pollack: „Ich gehe in die Kirche. Da gibt es wunderbare Predigten.“
Andreas Kölling ist Pfarrer für das evangelische Kirchspiel Hofgeismar-Gesundbrunnen für die Kirchengemeinden Carlsdorf, Hofgeismar-Gesundbrunnen und Schöneberg.
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