Juchu!

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# Zum Weiterdenken

Juchu!

Von Ute Brückmann

So schallt es in unserem Garten, wenn die Enkel ein tolles Spiel spielen oder im Teich einen Molch entdecken oder ein Eis bekommen oder… Kinder haben viele Dinge, die sie zum Jubeln bringen! Ihre Freude ist lebhaft, voller Bewegung, aus dem Bauch heraus, echt und ansteckend.

Wir Erwachsenen ticken da anders: kritischer, kopflastiger, mit einem Blick auf alle möglichen Probleme: Wer kann schon jubeln angesichts der Kriege, der Gewalt, der sexuellen Übergriffe, der Umweltverschmutzung, der bedrohlichen Krankheit… die Liste lässt sich fortsetzen.

Wir Christen nennen den morgigen Sonntag aber genau so: Jubilate! – Jubelt! – Juchu! Und das, obwohl auch wir die kranke Realität unserer Welt sehen – aber eben nicht nur! Wir kennen noch eine andere Realität – die des Glaubens. Sie sieht das von Menschen gemachte Elend, aber sie weiß, dass es Gott gibt, der größer ist als das alles.

Ein Foto auf meinem Schreibtisch zeigt einen kleinen grünen Keim, der aus einem toten Stück Holz wächst. Darüber steht: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ Dieses Neue haben wir vor drei Wochen an Ostern gefeiert: Nicht das Böse, das Bedrohliche, nicht der Tod haben das letzte Wort, sondern Jesus Christus, der mit seiner Auferstehung das alles besiegt hat. Gott hat Ostern etwas Neues angefangen: Das Leben ist stärker als der Tod, das neue Leben wird nicht mehr vergehen. Ja, wir müssen durch Leid und Tod hindurch, aber mit Gott an unserer Seite dürfen wir gewiss sein, dass wir mit Jesus leben werden. Wer mit den Augen des Glaubens schaut, wird das entdecken – und hat dann viel Grund zum Jubeln!


Ute Brückmann ist Theologin und Mitarbeiterin in der SELK-Gemeinde Balhorn.

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