01.05.26 0 Kommentaarid
Gedanken zum Sonntag
Gedanken zum Sonntag
# Zum Weiterdenken

Gedanken zum Sonntag
Von Pfarrerin Kirsten Pflüger-Jungbluth

„Glück passiert“ steht auf unserem Marmeladenglas. Zwei Worte, die mich beim Frühstück innehalten lassen. Manchmal ist es genau so: Glück passiert. Still, ohne Plan. Wie Früchte, die reifen, geerntet werden – und irgendwann als Marmelade auf dem Tisch stehen.
In diesen Wochen nach Ostern, wenn vielerorts Kommunionen und Konfirmationen gefeiert werden, muss ich daran denken. Auch eines unserer Kinder ist dabei. Lange war die Begeisterung überschaubar. Jetzt heißt es: „Eigentlich schade, dass die Konfirmandenzeit schon vorbei ist.“ Da ist etwas gewachsen – nicht laut, nicht geplant. Es ist einfach passiert.
Vielleicht kennen Sie solche Momente auch. Glaube lässt sich nicht machen. Er entsteht. Gottes Nähe zeigt sich selten aufdringlich. Hoffnung wächst oft unbemerkt - mitten im Alltag.
Mir kommt dabei ein Vers aus Psalm 73 in den Sinn: „Gott nahe zu sein, ist mein Glück.“ Vielleicht ist das kein Ziel, das wir erreichen müssen, sondern eher eine Entdeckung: Dass dieses Glück schon da ist – ohne unser Zutun. So wie manches im Leben gut wird, ohne dass wir es machen.
Glück lässt sich nicht herstellen. Glaube auch nicht. Beides wächst. Leise. Und Gott ist längst da.
Kirsten Pflüger-Jungbluth ist Pfarrerin und Studienleiterin am Evangelischen Studienseminar Hofgeismar.
(Foto: medio.tv/schauderna)
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