Freut euch!

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Freut euch!

# Zum Weiterdenken

Freut euch!

Von Jürgen Krackrügge 

Im Ablauf des Kirchenjahres befinden wir uns in der Mitte der Passionszeit. In dieser Zeit erinnern sich Christinnen und Christen an den Passionsweg Jesu ans Kreuz. Diese Wochen schließen sich dem „Aschermittwoch“ unmittelbar an,  also der „närrische Zeit“ des Karnevals. In der Zeit gibt es geradezu ein Überangebot ausgelassener Fröhlichkeit in vielen Orten des Wolfhager Landes. Dann kommt gleichsam als Kontrastprogramm die Passionszeit, an deren Ende wir mit großer Freude am Osterfest die Auferstehung Jesu feiern. Vor diesem fröhlichen Fest ist die Passionszeit geprägt durch eher traurige Gedanken des Leidens und Sterbens.

So könnten man ja auch die momentane Weltsituation beschreiben.

Nun trägt dieser vierte Sonntag der Passionszeit den lateinischen Namen „Lätare“, übersetzt: „Freut euch!“ Passt das denn zusammen: Trauer, Leid, Schmerz und dann die Aufforderung zur Freude?

Jesus hatte seine Jünger auf seinen Abschied vorbereitet. Er machte deutlich, dass zunächst auch bei ihnen Trauer herrschen wird. Wie sollten sie verstehen, dass ihr Herr, der so viel Gutes getan hatte, als Verbrecher am Kreuz hingerichtet wurde. Vor seinem Sterben sprach er davon, dass sich die Trauer der Jünger in Freude verwandeln wird. Er wusste um die Auferstehung, die auf Leiden und Sterben folgen würde.

Genauso dürfen heute Menschen, die ihr Leben Jesus anvertraut haben, Hoffnung über den Tod hinaus haben. Ich habe auch schon an Gräbern geweint. Aber weil Jesus der auferstandene Herr ist, an den ich glauben darf, verlasse ich mich auf sein Versprechen: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“ (Joh. 14 V.19) Darum passt diese Aufforderung: „Freut euch!“


Jürgen Krackrügge, Freie evangelische Gemeinde Wolfhagen-Ippinghausen

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