14.08.26 0 Kommentaarid
Drangsalshitze
Drangsalshitze
# Zum Weiterdenken

Drangsalshitze
Von Maryam Parikhahzarmehr

Drangsalshitze – Kennen Sie das Wort? Meine Rechtschreibprüfung unterstreicht es erst einmal rot.
Das Wort – und bald dann auch ein Lied aus dem Gesangbuch - fiel mir jetzt ein in diesen heißen Tagen, die für viele zur Drangsal werden, zur Prüfung, zum Schnaufen. Und manchmal möchte man mit Paul Gerhardt bitten: »Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not.« Zum ersten Mal habe ich das Wort gelesen und dann auch im Gottesdienst gesungen im Gesangbuchlied »Wer nur den lieben Gott lässt walten«. Das ist ein altes Lied, 385 Jahre alt. Auch die katholischen Christen kennen es. Es ist übrigens im 30jährigen Krieg gedichtet worden. Der war ja auch eine Zeit von Drangsal. »Quälen und peinigen« umschreibt der »DUDEN« das alte Wort heute.
Es geht doch in diesen Tagen und Wochen vielen so: sie quälen sich wegen der nicht enden wollenden Hitzeperiode, sie empfinden die Hitze als große Not, als Bedrängnis. Klar, das hat mit der Klimaerwärmung zu tun. Das wissen inzwischen alle, außer den Unverbesserlichen. Und dagegen müssen wir etwas tun. Ja, wir, nicht nur die Politiker, vor allem auch wir Christen. Denn wir haben ja den Auftrag, Gott dabei zu helfen, die gute alte Erde zu bebauen und zu bewahren. Ich mach’s ganz persönlich: Ich fürchte, ich helfe Gott zu wenig bei dieser harten Arbeit. Und Sie?
Ich habe einen Tipp: Gehen Sie doch morgen einfach zum Gottesdienst. Unsere Kirchenräume sind in aller Regel kühle Räume. Neben Singen und Beten und Hören auf Gottes Wort, kann man sich dort auch einen Moment von der Hitze erholen. Und bitte nicht vergessen: Viel trinken.
Maryam Parikhahzarmehr ist Lehrerin und Prädikantin in Ausbildung.
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