Auf was verzichten?

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Auf was verzichten?

# Zum Weiterdenken

Auf was verzichten?

Von Maryam Parikhahzarmehr 

Jetzt kommen sie wieder, die von „der Kirche“. Jetzt sind sie wieder da, die „Spaßbremser“. Jetzt werben sie wieder für die Aktion „Sieben Wochen ohne“. Vom morgigen Sonntag an sind es sieben Wochen bis Ostern. Und am Mittwoch sind die sogenannten „tollen Tage“ vorbei. Die Menschen haben in diesen Tagen Spaß, freuen sich an gemeinsamem Feiern, an gemeinsamem Fröhlichsein. Als Christin habe ich ja überhaupt nichts gegen Fröhlichkeit. „Freut euch mit den Fröhlichen“, so ermuntert der Apostel Paulus schon vor 2000 Jahren die Menschen in Rom. Und das kann man getrost auch auf diese Faschingszeit übertragen. Warum denn eigentlich nicht. Ich freue mich, wenn die Menschen fröhlich sind. Und ich möchte nicht darauf verzichten.

Und doch: Wer bewusst als Christ lebt, für den sind die kommenden sieben Wochen schon etwas Besonderes. Da wird in den Gottesdiensten an den Leidensweg erinnert, den Jesus von Nazareth gehen musste. Jesus von Nazareth, das ist der, nach dem wir unsere Jahre zählen – auch die, die nichts mit ihm zu tun haben wollen: 2026 nach Christus. Schritt für Schritt gehen Christen bis Ostern den Weg (in Gedanken) mit, den Jesus gegangen ist. Und viele gehen ihn so intensiv mit, dass sie in dieser Zeit auf etwas verzichten. Das ist eine Äußerlichkeit. Aber für manche ist das schon ein richtiges Opfer: Sieben Wochen ohne! Ohne Süßigkeiten – das ist ganz schön schwer; ohne Alkohol – damit habe ich kein Problem; ohne ...

Aber kommen Sie nicht auf die Idee, die Aktion »Sieben Wochen ohne Gottesdienst« zu leben. Für mich wäre das die falsche Entscheidung. Und für Sie?

Maryam Parikhahzarmehr ist Lehrerin und Mitarbeiterin in der evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen.

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